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Öblarner Kupferweg |
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Walchner Bergbau im Öblarner Festspiel Home Alle Neuigkeiten Ehrenobmann Dembski Heilwasser Thaddäusquelle Marmor-Vorträge Montanhistorische Tagung Im Sommer 2007 wird Öblarn wieder zum Festspielort. „Die Hochzeit" der Öblarner Dichterin Paula Grogger wird von über 300 Laiendarstellern aufgeführt. Es ist das größte Laientheater im Alpenraum.
Im Mittelpunkt der Handlung steht die historische Begebenheit, als Erzherzog Johann am 29. Juli 1821 nach Öblarn kam, um an der „Hochzeit zu Gstatt" als Brautführer teilzunehmen. Der steirische Prinz traf dabei die 17-jährige Ausseer Postmeistertochter Anna Plochl. Es bot sich für die Liebenden eine Gelegenheit zur Aussprache.
1821 war Öblarn aktiver Bergbauort, das wird von Paula Grogger freilich im Festspiel behandelt.
Bergknappen beim Öblarner Festspiel 2002
In den 20er-Jahren des 19. Jahrhunderts war es um den Bergsegen im Walchental nicht mehr gut bestellt. Die große Zeit war schon vorbei. Mit aller Kraft versuchten aber die Gewerken aus Fridau in der Untersteiermark seit 1819 wieder neuen Schwung zu bringen. Und das ersehnten auch die vom Ertrag abhängigen Knappen. So lässt Paula Grogger sie im Festspiel über die Suche nach neuen Erzadern und über den „neuen Herrn" sprechen:
Alter Knappe Mir arme Knappen Segn eh vom liaben Tag koan Schein, Do dass ma völlig in der Finstern tappen, Kann denner Gottes Willn nit sein.
Junger Knappe A schlechter Lidlohn mag oans Mäul nit stopfen.
Hutmann Die Walchenteufe hätt an goldern Kern, Schön langsam liaß er sich schon außerklopfen.
Junger Knappe Man brauchet halt a neue Gruabnlatern.
Hutmann Beim neuen Herrn nutzt dir koa Aufbegehrn.
Junger Knappe Wia Zwergerl sand ma durch den Glücksbau gschloffen, Die Wünschelruaten hat koa Adern troffen.
Alter Knappe Mein Ähnelvater tuats beschwörn: Im Goldsee obn is a versunkner Stern. Dö seiner wöllten habhaft werdn, Sand all dersoffen … Der Herr von Friedau woaß seg schon.
Junger Knappe Er ist ein aufgeklärter Mann.
Hutmann Mich soll er fragen, i sag eahm’s offen; Zerscht stifts amal a gweichte Barbarafahn, Aft mag man auf an Bergsegn hoffen.
Erzherzog Johann berichtete im Jahr 1810 in seinem Wandertagebuch über die katastrophalen Belastungen der Umwelt durch den Bergbau und die Verarbeitung: „Die Berge der Walchen und das ganze Thal zuerst am Fuß der Gumpen, in seiner Tiefe kahl von dem Rauche der Schmelzhütten. Von dem Orte, wo wir das Thal erreichten, ist noch eine Viertelstunde zur Schmelzhütte. Das ganze Thal ist kahl, zerrissen, der Bach verwüstet die Tiefe; der arsenikalische Schwefelrauch verbrennt und vertilgt den Rasen, und so entblößt er nach und nach diese ohnehin brüchigen Gebirge."
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