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Öblarner Kupferweg |
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Schmelzanlagen
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Das
Verfahren des walchnerischen Kupferschmelzens war ein komplizierter und sehr
aufwändiger Vorgang. Speziell in der Stampferzeit, 1666 – 1802, wurde es zur
Vollendung gebracht. Es gelang J. A. Stampfer erstmals das sonst spröde Kupfer so
auszuschmelzen, dass es zur Erzeugung von Messing Verwendung finden konnte. Es
entstand durch seine technischen Fähigkeiten das damals berühmte und begehrte
Rosettenkupfer. Stampfer stellte auch aus minderen Erzen durch Auslaugung das sehr
gefragte Kupfervitriol her. Unter dem Namen „Adlervitriol“ wurde es in den
Handel gebracht. Einschließlich der Silbergewinnung waren acht Röst- und Schmelzvorgänge
notwendig, und diese waren äußerst komplex. Ein Verfahren zur Trennung des
Erzes von Schwefel, Kobalt, Arsen und Eisen wurde von Stampfer entwickelt. Auch im Bergbau setzte er viele technische Neuerungen durch, deren
Ursprung unverkennbar auf den Chemnitzer Georg Agricola führt. Der Kaiser
adelte J. A. Stampfer 1685 für seine Verdienste zum Grafen von Walchenberg.
Auf verhältnismäßig kleinem Raum befinden sich hier sechs Öfen –
eine montanhistorische Seltenheit! An Hand der Unterlagen und der Gegebenheiten
können wir den Schmelzprozess großteils nachvollziehen. Die größte Besonderheit ist jedoch der im Sommer 2000 entdeckte und untersuchte Silbertreibherd.
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