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Öblarner Kupferweg |
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Das Haus der Familie Stampfer mitten im Walchener Verhüttungsgelände wird in einem Lageplan aus dem Jahr 1792 als das "Herrschaftliche Haus" bezeichnet. Die Familie Stampfer führte in den Jahren 1666 bis 1802 den Walchener Berg- und Hüttenbetrieb zur größten Blüte.
Das Haus war seit 1958 endgültig dem Verfall preisgegeben. In den Jahren 2005 und 2006 wurden die letzten Reste dieses einst imposanten Gebäudes gesichert und mit einem Dach zum Schutz vor dem weiteren Verfall versehen.
Das Stampferhaus (ganz rechts im Bild nur undeutlich erkennbar) im Jahr 1947, noch mit Holzdach. Das Foto wurde aufgenommen anlässlich der Einweihung des renovierten Johannes-Nepomuk-Bildstockes an der Walchenbrücke beim Berghaus.
Die Ruinen des Stampferhauses im Jahr 2005 zu Beginn der Sicherungs- und Renovierungsarbeiten.
Das Stampferhaus im Mai 2006 mit der neuen Dachkonstruktion.
... und im Jahr 2007
Während seiner
Aufenthalte in Öblarn
bewohnten der Gewerke Hans Adam Stampfer mit seiner Familie und die folgenden
Generationen gern dieses Haus,
in dem auch ein Schwefelbad eingerichtet war. Wie alle Gebäude ist auch dieses zum Großteil aus
Bachsteinen errichtet. Einige gefundene Eisenbeschläge lassen darauf schließen,
dass im oberen Teil eine Holzzimmerung bestand. Aus dem Hausbuch, das die Frau des Gewerken
verfasste, hier drei kurze Textauszüge: Im 1668. Jahr bin ich zu meiner Stanzl im Kindlbett
gelegen; da ist unter meinem Bett eine Silberplatte gewest. ... Hat mein
liebster Ehewirt heimgebracht von der Walchen aus Röcknerischem Erz.
Im 1679. Jahr hat mir mein liebster Hans Adam von
walcherischem Gold zwei goldene Ketten machen lassen; die größere wiegt 42,
die kleinere 20 Dukaten.
Anno 1690, den 1. Juni, bin ich in die Walchen ins
Bad gereist und der Hans Josef ist aus den Ländern zum drittenmal, gottlob
frisch und gesund, heimkommen und hat mich in der Walchen antroffen. Hab eine
große Freud‘ gehabt. Ist hernach gleich zum Herrn Vater nach Haus und ich bin
noch eine Weil in der Walchen verblieben. Aus diesen Aufzeichnungen geht auch hervor, dass
der Walchener Bergbau zu jener Zeit sehr ertragreich war. |