Öblarner Kupferweg

Eine Zeitreise auf den Spuren der Bergmänner

Vor über 500 Jahren schlugen Bergmänner tiefe Stollen in die Berge im Walchental. Dorthin, wo einst die Männer das Erz aus dem Berg holten und daraus in den Kupfer- und Silberöfen wertvolle Edelmetalle gewinnen konnten, führt heute eine abenteuerliche Reise für die ganze Familie, für Schulklassen, Vereine und Clubs und jede andere Art von Gruppenausflügen. Ausgestattet mit Schutzbekleidung geht es in das Bergwerk im mystischen Thaddäusstollen, zu den gut erhaltenen Schwefel- und Schmelzöfen und in das sehenswerte Bergbau-Museum im Ort. Kommen Sie mit auf eine Reise in die Vergangenheit!


Die 9 Stationen am Kupferweg

1 Verweserhaus

Der Startpunkt der Tour ist das "Herrschaftsamt". Heute im Besitz der fürstlichen Familie Colloredo-Mannsfeld, früher Verwaltungssitz und für die Lagerung der Produkte aus der Walchen verwendet.­

2 Bergbau-Museum

Das Museum befindet sich in dem 1565 erbauten Verweserhaus im Untergeschoß in einem Tonnengewölbe. Auf 130 m² sind die Funde aus den Stollen und aus der Walchen zu sehen.

3 Schrabach-Kapelle

Direkt am Weg in das Tal liegt die kleine Kapelle mit ihrem schmucken Holzschindeldach. Der im 18. Jh. errichtete Sakralbau hatte große Bedeutung für die Bergleute der Walchen.

4 Angern

Nach der Enge des Walchentals erreicht man die weitere Fläche der Angereralm. Jahrhunderte war dies der Umschlagplatz von Gütern und Waren aus Öblarn. Hier herrschte reges Leben und Treiben.

5 Bergbau im Thaddäusstollen

Über fünf Jahrhunderte wurde hier Bergbau betrieben. In mehreren Etagen wurden kilometerlange Stollen in das Gebirge geschürft. Absolut sehenswert ist der noch sehr gut erhaltene Thaddäusstollen.

6 Röststadel

Die Entschwefelung der Erze war notwendig, um sie für die Kupferschmelze gerecht zu machen. Dieser "Schwefelofen" bzw. Röststadel ist der in ganz Europa einzige noch erhaltene dieser Art!

7 Kupferschmelzöfen

Das Verfahren des walchnerischen Kupferschmelzens war ein komplizierter und sehr aufwändiger Vorgang. Speziell in der Zeit von Graf Stampfer von Walchenberg wurde es zur Vollendung gebracht.

8 Silbertreibherd

Ein wahres Highlight ist der Silbertreibherd! In seiner Substanz noch sehr gut erhalten, sodass technische Details wie Form und Aufbau, die Lage der Kanäle für die Luftzufuhr oder die Bleiabflussrinnen zu erkennen sind.

9 Walchenherrgott

Die Christusfigur, ein Meisterwerk aus dem 17. Jahrhundert, wurde als "Knappenkreuz" den Berg- und Hüttenleuten der Walchen gespendet und jetzt durch den Bergbauverein restauriert.

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Anmeldung erbeten bis spätestens 17 Uhr am Tag vor dem gewünschten Termin!

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Hinweise und Tipps

Wir empfehlen gutes Schuhwerk und eine warme Jacke für den Thaddäusstollen.
Bei Schlechtwetter genügt ein leichter Regenschutz.

Für Rollstuhlfahrer oder Personen mit starker Gehbehinderung ist der Schaupfad nicht geeignet.

Einkehrmöglichkeiten nach der Führung

Gasthaus zum Bergkreuz

Gasthof Bäck´n Hansl

Gasthof Stralz'n

Café in der alten Mesnerei